Sehn-Sucht

Fasten heißt, Süchte wieder in Sehnsüchte zu verwandeln.
Anselm Grün

Sehnen – Suchen – Sucht – Sehn-Sucht- Sehnsucht. 

Ich mag dieses Bild und das Spielen mit den Bedeutungen dieser Wörter sehr. 

Und „Sehnsucht“ ist ein Wort, das mich ganz tief berührt. 

Denn ich kenne die Tage mit ein bisschen Traurigkeit. Mit Unruhe. Mit dem Ahnen was noch möglich wäre. 

Tage voller Gewissheit, aber auch voller Angst etwas zu verpassen. Zu kurz zu kommen. 

Ich kenne die Tage, an denen ich auf eine Zusage warte. 

Auf eine Hoffnung, die mich ganz erfüllt. 

Ich kenne die Sehnsucht nach bedingungsloser Annahme, Liebe und Geborgenheit. 

Ich kenne Tage voller Bangen und Fragen, was geschehen würde, wenn ich dieser Sehnsucht mehr Raum geben würde. Wenn ich aufbrechen und suchen würde. 

Wer sehnsüchtig ist, spürt Hunger in sich. 

Der spürt, dass es etwas gibt, das über die eigene Wirklichkeit hinausreicht. 

Etwas, das mehr ist, als diese Welt bieten kann. 

Dieser Hunger, diese Sehnsucht nach „Mehr“, dieses Loch im Herzen ist mit Brot nicht zu stillen. 

Nicht mit pausenlosen Aktivitäten bis man am Abend völlig fertig ins Bett fällt. 

Nicht mit Ablenkung durch Konsum. 

Nicht mit Zerstreuung am Smartphone. 

Nicht mit der nächsten Urlaubsreise. 

Nicht mit dem Bier am Abend. 

Nicht mit der Tafel Nussschokolade. 

Mit meiner Sehnsucht erwarte ich mehr. Ich erwarte etwas Größeres.

Ich erwarte, dass es einen gibt, der mein ganzes Sein, meine Hoffnungen, Wünsche und Bedürfnisse zur Ruhe kommen lässt. 

Ich nenne das Ziel meiner Sehnsucht „Gott“. 

Mein ganzes Leben ist ein Weg hin zu ihm. 

Ihm kann ich trauen, zu ihm kann ich „Ja“ sagen. 

Gott wartet auch auf mich. 

Er wartet auf dich. 

Er verspricht dir kein Leben ohne Probleme aber er möchte den Weg, jeden einzelnen Tag mit dir zusammen gehen. 

Er möchte dir Mut und Kraft für den nächsten Schritt schenken. 

Deinem Leben vielleicht eine ganz neue Richtung. 

Und dir einen Platz an seinem Herzen. 

Zu einer solchen Suche, zu dieser Sehnsucht bist du in den nächsten Wochen eingeladen. 

Lass die Betäubungsmittel weg.  

Auch wenn es irritiert. Schmerzt. Weh tut. Mit Gewohnheiten bricht. 

Aber es schafft Raum und Zeit, damit deine Träume an die Oberfläche kommen können. 

Deine Seele wieder Luft bekommt. 

Damit du wachsen kannst. 

Und Platz für Neues wird. 

Denkt nicht mehr daran, was war und grübelt nicht mehr über das Vergangene. Seht hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Seht ihr es nicht?
Jesaja 43,18 & 19

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