Weiß wie Schnee

Ich liege an einem Morgen im Dezember im Bett. Und während ich mich noch irgendwo zwischen Traum und Tag befinde, vernimmt mein Ohr bereits alt Vertrautes: Gedämpfte Schritte und ungewohnt leises Gebrumm der vorbei fahrenden Fahrzeugmotoren. Das kratzende Geräusch klappernder Schneeschaufeln. Das müssen die Nachbarn sein, die schon eher sahen, was ich jetzt erst begreife: 

Es hat geschneit!

Himmel, Erde und alles was dazwischen ist, ist über Nacht weiß geworden. 

Milliarden Schneekristalle glitzern um die Wette. 

Sie verzaubern die karge, düstere Landschaft in eine Märchenwelt.

Leise und schwerelos tanzen Schneeflocken vom Himmel.

Jede ein Kunststück. Jede weißer als weiß. Leuchtend und rein. 

Jedes Jahr aufs Neue erfasst mich bei diesem Anblick eine kindliche Freude. Der erste Schnee hat so etwas Reines und Beglückendes. 

Und während ich das Treiben vom Fenster aus beobachte, kann ich es kaum fassen: 

Mein Gott macht mich genau so schneeweiß. 

Er vergibt mir alle meine Schuld. 

In dieser Adventszeit möchte ich ihm alles anvertrauen. 

Meine Freude. 

Meine Sorgen.

Aber auch meine Schuld. 

Alles Bewusste und Unbewusste.

Mögest auch du vor Gott wieder so unbeschwert sein. 

Leicht und weiß wie eine Schneeflocke.

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